Vanillepflanzen

Vanillepflanzen sind Orchideen, die beachtlich schnell wachsen. Echte Vanille ist eine prächtige Kletterorchidee, die sich als Zimmerpflanze hervorragend eignet. Mit ihren tief grünen glatten Blätter ist die Kletterpflanze schön, exotisch und dekorativ. Als Pflanze, die ursprünglich aus den mexikanischen Urwald kommt, fühlt sie sich bei einer hohen Luftfeuchtigkeit, Wärme und im Halbschatten wohl.

Eine Vanillepflanze zu pflegen ist nicht besonders aufwendig und sie wird es Ihnen nach einigen Jahren mit frischen Vanilleschoten danken. Genau genommen bildet Gewürzvanille (Vanilla planifolia) keine Schoten, sondern Kapselfrüchte. Frische Vanille-Fruchtkapseln haben noch nicht das intensive Aroma. Den betörenden Geruch und das typische Vanillearoma werden erst bei der Fermentierung gebildet.

Vanille ist die einzige Nutzpflanze unter den Orchideen

Vanillearomas in Süßspeisen sind zum größten Teil künstlich hergestellt. Nur ein kleiner Teil des Vanillins kommt aus echten Vanilleschoten. Natürliche Vanille enthält ungefähr 200 verschiedene Aromastoffe. Vanilleextrakt aus dem Labor wird zum Beispiel aus Erdöl gewonnen und ist nicht so facettenreich im Geschmack. Das künstliche Vanillin ist jedoch wesentlich günstiger herzustellen.

Schließlich gehört Gewürzvanille neben Safran zu den teuersten Gewürzen. Warum nicht die Königin der Gewürze von einer so hübschen Nutzpflanze selbst ernten? Vanilla gehört zu den Orchideengewächsen, welche mit mehr als 25.000 Arten zu einer der größten Pflanzenfamilien zählt.

Vanillepflanzen (Vanilla Planifolia) in der Wohnung

Wie die meisten Orchideen mag die Vanille zwar Licht, aber nicht die pralle Mittagssonne. Im Regenwald werden die Exoten von Baumkronen beschattet. In der Natur und auf Plantagen ranken sie lianenartig an Bäumen hoch. Als Standort bietet sich eine Fensterbank nach Westen oder Osten an. Wenn Sie zwei Südfenster haben, können Sie die Vanillepflanze auch dazwischen platzieren. Steht Ihnen nur ein Nordfenster zur Verfügung, sollten Sie die Zimmerpflanze idealerweise mit einer Pflanzenleuchte unterstützen.

Die Luftfeuchtigkeit sollte hoch sein. Ein regelmäßiges Besprühen mit warmen, kalkarmen Wasser ist gut für Pflanze und Luftwurzeln. Auch auf dem Balkon, Terrasse oder im Garten können Sie die Vanille im Sommer wachsen lassen. Der Standort hier muss aber vor Regen, Wind und der prallen Sonne geschützt sein. Vanillepflanzen dürfen keinen Frost bekommen. Ein ideales Klima für echte Vanille wäre 25 °C bei 70 % relative Luftfeuchte. Zum Überwintern sollten Temperaturen um 15 °C jedoch kein Problem darstellen.

Vanillesorten

Vanille (Vanilla) gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae). Von den über 100 bekannten Vanillesorten sind für den Anbau nur drei Sorten relevant. Nicht alle Vanillesorten sind essbar. Geschmacklich ist die Madagaskar Vanille (Vanilla Planifolia), Tahiti Vanille (Vanilla Tahitensis) und die Guadeloupe-Vanille (Vanilla Pompona) gefragt. Madagaskar Vanille hat nach den Meinungen von vielen Köchen und Confiseuren den ausgewogensten Geschmack.

Zur Herstellung von Parfüm wird die Guadeloupe-Vanillesorte von den westindischen Inseln häufiger verwendet. Etwas würziger als Bourbon Vanilleschoten aus Madagaskar ist Tahiti Vanille. Diese Sorte ist eine Kreuzung, welche besonders dicke Schoten produziert. Die Erntemenge ist bei einer hohen Nachfrage relativ gering. Daher gilt sie als einer der teuersten Vanillesorten. Wenn Sie eine Vanillepflanze kaufen möchten oder schon gekauft haben, handelt es sich relativ sicher um eine echte Madagaskar Vanille (Vanilla Planifolia).

Vanillepflanzen

Pflegen

Damit Ihre Tropenpflanze prächtig wächst, brauchen Sie nur ein paar Tipps zu beachten. Ansonsten ist die Pflege relativ unkompliziert. Da es sich um eine Kletterpflanze handelt, benötigt sie ein Spalier, Rankgitter oder ein Rankseilsystem. In einer Blumenampel wachsen die Lianen nach unten. Im Jahr wächst Echte Vanille in etwa einen Meter. Dabei wird das immergrüne Gewächs in der Wohnung schnell zwei bis fünf Meter groß. Im Urwald sind Vanilla planifolia von 10 bis 15 Meter keine Seltenheit.

Schön ist das gleichmäßige Muster mit denen je ein Blatt abwechselnd nach links und rechts angeordnet ist. Gegenüber den Vanilleblätter bilden sich Luftwurzeln. Diese werden bestenfalls feucht gehalten, damit sie nicht braun werden und absterben. Achten Sie daher auf eine hohe Luftfeuchtigkeit oder besprühen Sie Vanilleorchideen regelmäßig mit warmen Regenwasser.

Pflanzensubstrat

Ihre Orchidee braucht ein spezielles Substrat in denen die Wurzeln trotz der ständigen Feuchtigkeit nicht anfangen zu faulen. Entsprechendes Substrat sollte viel Feuchtigkeit aufnehmen können und trotzdem luftdurchlässig sein. Blähtonkügelchen mit Rindenmulch sind besser geeignet als eine übliche Erde. Im Handel gibt es schon fertig gemischtes Orchideensubstrat. Wenn Sie vorhaben mehr Arten aus der Familie der Orchideengewächse zu züchten, können Sie das Kultursubstrat auch selber mischen.

Aus Pinienrinde, Kokos, Sphagnum-Moos und Weißtorf ist dafür eine gute Basis. Um Orchideenerde durchlässiger und stabiler zu machen kann Blähton, Perlite, Vermiculite, Holz und Styropor bei gemischt werden. Gegeben falls sollten Sie die organischen Bestandteile noch sterilisieren, damit sich nicht Schädlinge im Pflanzensubstrat ausbreiten. Blumenerde aus dem Garten sind für alle Vanillearten ungeeignet.

Gießen

Orchideen kommen aus dem Regenwald und wachsen dort meistens auf Bäumen. Nach einem kräftigen Regenschauer trocknen die Kletterpflanzen nach kurzer Zeit in der Sonne ab. Was bleibt ist eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Vanillepflanzen sind daher an viel Feuchte gewöhnt, jedoch fangen die Wurzeln bei Staunässe leicht an zu Faulen. Zu vieles bewässern ist die häufigste Ursachen für ein Absterben von Pflanzen aus der Familie der Orchideengewächse.

Wie oft gegossen werden muss, hängt unter anderem von der Größe der Zimmerpflanzen sowie von der Art und der Topfgröße ab. Normalerweise sollte es reichen Vanillestauden zweimal im Sommer und nur einmal die Woche im Winter zu begießen.

Besser ist es jedoch vorher zu prüfen, ob die Pflanze wirklich Wasser braucht. Das können Sie erfühlen. Die oberste Schicht vom Orchideensubstrat kann ruhig 2–3 cm abtrocknen. Einfach mit dem Finger überprüfen oder den Topf in die Hand nehmen. Ist er zu leicht, muss gegossen werden. Idealerweise mit Regenwasser aus dem Garten. Alternativ können Sie weiches Quellwasser mit destilliertes Wasser mischen.

Zum Entkalken von Leitungswasser gibt es verschiedene Filtersysteme für den Haushalt. Gießen Sie nicht mit kaltem Trinkwasser, nehmen Sie abgestandenes Wasser, welches Zimmertemperatur hat. Mit einem Zerstäuber schützen Sie die Luftwurzeln vor dem Austrocknen. Vermeiden Sie Staunässe. Dies ist der häufigste Grund, wenn Orchideenarten und andere Zimmerpflanzen eingehen.

Düngen

Zum Düngen sollten Sie speziellen Orchideendünger verwenden. Das hat gleich mehrere Gründe: Dünger für Orchideen hat einen geringeren Anteil an Nährstoffe. Das Verhältnis von Stickstoff-Phosphor-Kalium (NPK 3-4-5) ist niedrig. Die vielen Nährsalze in üblichen Gemüse- und Blumendünger würden die exotischen Gewächse schädigen. Meistens sind auch hier organischer Dünger enthalten, die erst langsam in der Erde umgewandelt werden. Das richtige Pflanzensubstrat für Vanilla hat aber gar nicht die Voraussetzung dafür.

Düngestäbchen kommen aus dem gleichen Grund kaum infrage. Relativ neu ist die Idee, die tropischen Pflanzen über deren Luftwurzeln mit Nährstoffen zu versorgen. Dafür wurde ein spezielles Pflege-Spray entwickelt. Einige Anwender berichtet von besonders schönen, dicken Blättern und farbenfrohen Blüten bei regelmäßiger Anwendung.

Vermehrung

Vanillepflanzen können Sie erfolgreich mit Stecklinge vermehren. Vanillesamen die zum Ziehen von Pflanzen geeignet sind, werden Sie höchstwahrscheinlich nicht bekommen können. Die Samen oder das Vanillemark enthält den Hauptteil des kräftigen, süßlichen Aroma – lässt sich aber nicht zur Anzucht verwenden. Problemlos klappt stattdessen eine Stecklingsvermehrung. Dafür brauchen Sie ein ungedüngtes Sphagnummoos-Pinienrinde Gemisch als Anzuchtsubstrat und ein Spross der Vanillepflanze.

Jeder Steckling benötigt zwei Blätter. Wenn der Zweig acht davon hat, können Sie daraus vier Stecklinge schneiden. Wichtig ist, das Sie sich merken wo oben und unten ist. Das gleichmäßige Zickzack Muster des Vanillegewächs kann dabei leicht verwirren. Wird der Steckling falsch herum in das nährstoffarme Anzuchtsubstrat gesteckt, wird er kaum Wurzeln bilden können.

Schneiden Sie zwei Zentimeter unterhalb des ersten und ein Zentimeter oberhalb des zweiten Blattes den Stiel gerade ab. Ein Gärtnermesser oder Stecklingsmesser ist dafür ideal geeignet. Das längere Ende ist unten und wird in einem Topf mit dem leicht an gedrückten Medium gesteckt. Luftwurzeln, die sich gegenüber den Vanilleblättern gebildet haben, brauchen nicht mit Erde bedeckt zu werden.

Ein Bambus-Essstab aus dem Asia-Shop ist für den ersten Monat eine gute Rankhilfe und Stütze. Halten Sie den Vanillesteckling für circa 6 Wochen gleichmäßig feucht. Danach kann er langsam an Dünger gewöhnt werden. Nährsalze schaden dem feinen Wurzelgeflecht vor einem Monat erheblich. Denken Sie daran warmes, kalkfreies Bügelwasser zu verwenden.

Krankheiten

Schwarzfäule entsteht bei Staunässe. Das Wasser im Topf ist dann meistens grünlich bis schwarz. Vielleicht ist auch ein weißer Flaum, das Pilzmyzel, an befallenen Stellen sichtbar. Meistens breitet sich diese Krankheit von unten nach oben aus. Begünstigt wird das Ausbreiten der Peronosporomycetes Scheinpilze durch zu viel Nässe, schlecht durchlässigen Substrat, zu wenig Licht und ein zu kleines Pflanzgefäß.

Sie können Kletterpflanzen noch retten, indem Sie die befallenen Pflanzenteile entfernen und diese am besten anschließend verbrennen.

Erdreste von der Wurzel abspülen und in einem neuen, größeren Topf mit frischer Orchideenerde einpflanzen. Vorsichtshalber sollte die Kletterpflanze isoliert werden und mit einem Universal pilzfrei, welches auch für Obst und Kräuter eingesetzt werden kann, behandeln. Schwarzfäule war für die große Hungersnot in Irland 1845 verantwortlich. Achten Sie mehr auf Ihr Gießverhalten.

Fusarium-Befall verursacht braune Stellen an der Orchideenwurzel, welche bald darauf abstirbt. Das Wachstum wird gehemmt. Es bilden sich oft Risse in Wachstumsrichtung die sich langsam über die ganze Blume ausbreiten. Die befallene Orchidee wird bald danach eingehen.

Krankheit wird begünstigt durch Stress des Gewächses: zu viel oder zu wenig Wasser, mangelndes Tageslicht und zu wenig Platz. Durch Abschneiden der befallenen Pflanzenteile und Abstellen der Stressfaktoren bekommen Sie das Lianengewächs vielleicht noch hin.

Der beste Schutz gegen Stängel- und Kolbenfäule ist resistente Sorten zu pflanzen. Wichtig ist auch, dass bei einer Fusariose Toxine (Mykotoxinen) gebildet werden, die gesundheitsschädlich sind.

Anthraknose oder Brennfleckenkrankheit wird durch einen Pilz verursacht, der gerade bei hoher Luftfeuchte vorkommt. Auf den Vanillekapseln und Vanilleblättern bilden sich runde, dunkelbraune Flecken. Fruchtkapseln fallen dann oft ab bevor Sie reif sind.

Begünstigt wird die Verbreitung, wenn das Laub oft und lange nass ist. Nach dem Gießen und Besprühen sollten die Blätter wie in der natürlichen Umgebung abtrocknen. Die Krankheit tritt meistens in dicht bewachsenen Gewächshäusern auf.

Zur Bekämpfung achten Sie darauf, dass die Blätter und Stiele nach dem Wässern abtrocknen. Ein geeignetes Fungizid kann den Schadpilz eindämmen. Sollte selten gedüngt werden, kann man die Dünger gaben leicht erhöhen.

Rostpilze machen sich durch orange bis braune verfärbte Pusteln an Unterseiten des Blattes bemerkbar. Für die Vanille-Landwirtschaft ist der Befall ein wirtschaftliches Problem, dass die Pflanzen weniger Früchte bilden, langsamer wachsen oder auch absterben. Häufige Ursache ist Lichtmangel und zu viel Feuchtigkeit. Sinnvoll ist es, ein geeignetes Fungizid zur Bekämpfung der Pilzinfektion einzusetzen.

Schädlinge

Schädlinge wie Blattläuse und Spinnmilben Woll- und Schmierläusen lassen sich mit Neemöl unter Kontrolle bringen. Wir behandeln jedes Gewächs ein paar Tage – bevor sie aus dem Garten oder Balkon ins Haus holen – grundsätzlich mit Neemöl. Damit wollen wir vermeiden, dass sich die Schädlinge bei der trockenen Heizungsluft im der Wohnung so schnell vermehren.

Vanilleblüten bestäuben

Bevor Vanillepflanze Fruchtkapseln tragen kann, muss sie zuerst blühen und bestäubt werden. Vanilleblüten sehen aus wie grünlich-gelbe, langgezogene Blüten von Narzissen. Sie werden etwa 10 cm groß. Das Bestäuben der Blüten müssen Sie von Hand vornehmen. Es sei denn, dass Sie auch Kolibries oder Bienen aus Mittelamerika züchten. Auf den Plantagen außerhalb von Mexiko wird jede Blüte von Hand bestäubt, da auch hier heimische Bienen fehlen, die klein genug sind, um Vanille zu bestäuben.

Bild Vanilleblüte

Für die künstliche Bestäubung bleibt oft nur wenige Tage Zeit und sollte zwischen 11 und 12 Uhr erfolgen. In diesem kurzen Zeitfenster nach einem Regenguss öffnet sich die Vanilleblume. Zum Selbst-Bestäuben nehmen Sie einen Zahnstocher oder einen angespitzten Zweig. Ziehen Sie die Blüte auseinander, sodass Sie an Stempel und Staubblatt kommen.

Mit dem Holzstab wird der Deckel, der sich auf dem Stempel befindet, nach oben geklappt. Streifen Sie dabei die Pollen ab. Anschließend wird die Anthere und Rostellum noch leicht zusammen gedrückt. Fällt die Blüte nach einem Tag nicht ab, war die Befruchtung erfolgreich. Am nächsten Tag wird sich eine neue Blüte öffnen bei dem Sie diese auch bestäuben sollten.

Ernte

Nach dem Bestäuben bildet sich eine geruchslose und geschmacklose grüne Vanillebohne. Nach sieben bis neun Monate können Sie die Schote kurz vor der Reife pflücken. Vanille ist die einzige Nutzpflanze unter den Orchideen. Keine andere Orchidee bildet sonst Früchte. Der ideale Erntezeitpunkt ist gekommen, wenn die Vanillekapseln von einem grün anfangen zu einem gelb zu wechseln. Vanilla Planifolia bilden im dritten Jahr meistens die ersten Fruchtkapseln.

Für die nächsten sechs Jahren können Sie mit einer Ernte von Ihrer Vanillepflanze rechnen. In den Anbaugebieten Madagaskar und Thaiti wird die Vanilleschote auf den Urwaldplantagen von Hand gepflückt und in Körben zu Sammelstellen transportiert, in denen mit dem Fermentierungsprozess begonnen wird.

Fermentierung

Gleich nach der Ernte der Vanillekapseln startet beim Nassverfahren die Fermetierung in einem heißen Wasserbad. Danach werden die grünen Vanillekapseln unter freien Himmel ausgebreitet und mehrere Tage in der Sonne getrocknet.

Meistens geschieht dies auf Jutesäcken, in denen die Vanilleschoten abends eingeschlagen werden und über Nacht in den Hütten weiter schwitzen. Dabei färben sich die Vanilleschoten langsam in ein dunkles, fast schwarzes Braun.

Jetzt entwickelt sich das unvergleichliche Aroma, wonach schon bald das ganze Erntegebiet duftet.
Nachdem die Vanillebauern die Schoten soweit vorbereitet haben, werden sie zur Weiterverarbeitung abgeholt. In Handarbeit wird das Gewürz nach Qualitätsmerkmalen und Größe gebündelt und so für den Export vorbereitet.

Trockenere rote Vanille wird häufiger an Industriebetriebe verkauft. Diese ist nicht unbedingt von geringerer Qualität und enthält viel Vanillin. Schwarze, ölige Vanille findet Ihren Weg dann häufig einzeln in Glasröhrchen verpackt in die Küche eines Gourmetkochs.

Geschichte

Totonaken Indianer waren wohl die Ersten, die Vanillepflanzen angebaut, geerntet und verarbeitet haben. Nahe der Stadt Veracruz am Golf von Mexiko lebte der Indianerstamm, welcher ähnliche imposante Bauten wie die Azteken hatten. In einem Palast lebte eine Prinzessin, welche vom König Zwangs-verheiratet werden sollte.

Die Prinzessin floh aber mit Ihrem Geliebten in den Urwald und wollte sich nicht den Willen des Vaters beugen. Der König ließ anordnen, die Verliebten zu fangen und zu bestrafen.

So kam es, dass Soldaten sie fanden und auch an Ort und Stelle enthaupteten. An der Stelle, wo sich das Blut des Paares vermischte, wuchsen schon bald die ersten Vanilleorchideen. Etwa um 1460 überfielen die Azteken die Totonaken und raubten auch das Geheimnis der Vanilleproduktion.

Etwa 50 Jahre später war der spanische Eroberer Hernán Cortés von dem Gewürz und Gewächs so beeindruckt, das er es mit in seine Heimat nahm und es dort dem spanischen König vorstellte. Auch er war beeindruckt vom intensiven Geschmack der fantastischen Vanilleschote.

Fast 300 Jahre konnte die Vanille nur in Mexiko angebaut werden. Grund war das es nur hier Tiere gab die Vanilleblüte bestäuben konnte. Erst als der Sklave Edmond Albius einen Weg zur künstlichen Bestäubung fand, konnten neue Anbauregionen wie Madagaskar, Thaiti und Hawaii erschlossen werden.

Obwohl das Vanillemonopol schon lange gebrochen ist, zählt es zu einem der teuersten Gewürze. Ein Grund mehr, die tropische Kletterorchidee selbst anzubauen.

Vanilla Planifolia kaufen

Die wunderschönen Pflanzen bekommen Sie im Baumarkt, Pflanzenmärkten und auch Online. Manchmal auch als Sonderangebot beim Lebensmittel-Discounter. In den Online-Shops können Sie die Topfpflanzen schon für unter 10 Euro kaufen.

Etwas größere Exemplare im 12 cm Topf für etwa 25 Euro. Eventuell kommt ein Versand von etwa 6 Euro noch hinzu. Für eine solch schöne mehrjährige Orchideenart ist das eigentlich relativ günstig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.