Champignons selber züchten

Wer Champignons zuhause züchtet, zeigt seinen guten Geschmack. Das Aroma und der Geruch von frisch geernteten Champignons ist unbeschreiblich gut. Ohne Frage macht eine eigene Pilzzucht bei Freunden und Besuchern einen nachhaltigen Eindruck. Fängt das Myzel oder Pilzgeflecht einmal an Fruchtkörper zu bilden, sehen Sie was damit gemeint ist, wenn Pilze schießen.

Morgens, beim Besprühen der Fertigkultur mit Wasser, sehen Sie eine kleine, weiße Knospe, abends können Sie den Pilz dann schon als Snack verspeisen. Warten Sie zwei bis fünf Tage, hat der Champignon eine beachtliche Größe erreicht.

Weißer Champignon

Der weiße Champignon ist einer der am häufigsten verwendete Speisepilz. Um 1750 fingen Pariser Gärtner an den Pilz, den Sie auf Ihren Misthaufen per Zufall fanden, gezielt zu kultivieren. Bis zu diesem Zeitpunkt war er eine seltene Delikatesse und einem Sonnenkönig würdig. Die französische Benennung des Pilzes hat sich bei uns bis heute vollkommen durchgesetzt. Kaum jemand nennt den Champion-Pilz bei seinem deutschen Namen: Egerling.

Pilzsucher finden Champignons auf Wiesen und Weiden. In der Natur ist der Wiesenchampignon leicht mit dem tödlich giftigen Knollenblätterpilz zu verwechseln. Nehmen Sie lieber die Hilfe eines Pilz-Experten(Mykologen) in Anspruch, wenn Sie sich nicht 100 % sicher sind.

Beliebt ist der Champignons wegen seines tollen Geschmacks, der angenehm knackigen Konsistenz und weil er reich an Ballaststoffen ist. Dass was wir als Pilz kennen, ist übrigens nur der Fruchtkörper des eigentlichen Pilzes, welcher als Pilzgeflecht(Pilzmyzel) in der Erde wächst.

Champignons aus fertige Pilzzuchtkulturen

Eigener Pilzanbau von Champignons ist nicht schwer. Gerade Pflanzenliebhaber haben damit eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung auch für die kältere Jahreszeit.

Champignons-Kulturen mögen es dunkel und kühl verbunden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. So können Sie auch die Abstellkammer, Garage oder den Keller nutzen. Ein feuchtes Keller-Gewölbe ist ein nahezu perfekter Ort für die Champignons Zucht.

In Pflanzenmärkten finden Sie zum Herbst hin relativ preiswerte Pilzpakete. Praktischer sind Gewächshäuser in denen Sie die Fertigkulturen oder Pilzbrut füllen. In der Zuchtbox ist meistens Kompost aus Stroh, Pferdemist oder Hühnerdung.

Dies ist schon recht stark vom Pilzmyzel durchwachsen. Um das Pilzgeflecht dazu zu bringen, Fruchtkörper zu bilden, die Sie nach ungefähr 3 – 5 Wochen ernten können, wird das Substrat mit einer Deckerde abgedeckt. Diese sollte locker auf dem Kompost liegen, damit Sauerstoff durchdringen kann. Die Deckerde hat zusätzlich die Aufgabe das Substrat feucht zu halten.
Bild Weiße Zucht-Champignons

Wenn Sie ein solches Pilzzuchtset startklar machen, achten Sie darauf möglichst steril zu arbeiten. Einweg Gummihandschuhe sollten Sie verwenden. So tragen Sie weniger fremde Pilze oder Bakterien in die Pilzzucht und gleichzeitig ist es für Sie hygienischer. Die nächsten Wochen müssen Sie darauf achten, das die Erde nicht austrocknet. Eine Blumensprühflasche mit Zerstäuber ist zum Gießen gut geeignet. Nehmen Sie weiches Wasser. Falls Ihr Leitungswasser sehr kalkhaltig ist, verwenden Sie einen Wasserfilter.

Sonst können Sie sich ja überlegen ob Sie stilles Wasser vom Discounter verwenden möchten. Haben Sie ein Treibhaus für die Pilzkultur, trocknet die Erde nicht so schnell aus. Bei Pilzpakete liegt oft für den gleichen Zweck eine gelochte Folie mit bei.

Eigentlich sollen Pilze nur geputzt werden. Das macht man mit einer kleinen Bürste die idealerweise gleich an einem Pilzmesser ist. Der Champignon ist einer der wenigen Pilze die Sie mit Wasser abspülen können.

Hinweis: Pilze sind botanisch gesehen keine Pflanzen und somit auch kein Gemüse. Als Pizzabelag zu Salami aber definitiv perfekt.

brauner Champignon-Pilz
brauner Champignon-Pilz

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